
Macht in der Sozialen Arbeit
Interaktionsverhältnisse zwischen Kontrolle, Partizipation und Freisetzung
2. überarb. u. erw. Auflage
Lage 2011, 460 Seiten, ISBN 978-3-89918-196-8, 24,90 Euro
Die Herausgeber legen eine überarbeitete und erweiterte Fassung Ihres Werkes zur Macht in der Sozialen Arbeit vor.
Soziale Arbeit ist auf verschiedenen Ebenen mit Fragen der „Macht„ konfrontiert: In der direkten Interaktion zwischen Professionellen und ihrer Klientel, in ihrer Abhängigkeit von anderen sozialen Kräften und ihrer Eingebundenheit in politische Machtstrukturen und schließlich in ihrer Rolle als gesellschaftliche Kraft und ihres diesbezüglichen Selbstverständnisses.
Das Buch versucht, in diesen Kernfragen verschiedene grundlegende theoretische Positionen zur Machtfrage (u. a. kritisch-theoretische, konstruktivistische und neostrukturalistische) für die Analyse Sozialer Arbeit als Praxis und als akademischen Diskurs fruchtbar zu machen.
Indem es das Thema Macht an der Schnittstelle zwischen sozialkritischer Theoriebildung und der Analyse von Praxissituationen platziert, möchte das Buch einen Beitrag zum aktuellen akademischen Diskurs zu Machtfragen in der Sozialen Arbeit leisten und den Professionellen in den Einrichtungen der Sozialen Arbeit ein „theoretisches Rüstzeug„ für eine reflektierte Praxis geben.
Der Inhalt
Zur Einführung – Die Reflexion Sozialer Arbeit im Lichte von Theorien zur Macht
Björn Kraus/Wolfgang Krieger
Macht – (k)ein Thema Sozialer Arbeit
Fabian Kessl
Teil I
Interaktionsmacht in der Praxis der Sozialen Arbeit
„Macht jenseits der konstruierten Selbstunterwerfung?„
Begriffe, Formen, Quellen der Interaktionsmacht. Konstruktivistische Ansätze zur Mikrophysiologie der Macht in der Sozialen Arbeit
Wolfgang Krieger
Soziale Arbeit – Macht – Hilfe und Kontrolle
Die Entwicklung und Anwendung eines systemisch-konstruktivistischen Machtmodells
Björn Kraus
Zur Notwendigkeit des Machtüberhangs in der Erziehung
Klaus Wolf
Macht und Soziale Arbeit – eine systemtheoretische Perspektive
Hans-Ulrich Dallmann
Supervision oder die Entdeckung der Macht der eigenen Wirksamkeit
Heike Hör/Klaus Schneider
Teil II
Soziale Arbeit und politische Machtstrukturen
Wohlfahrtsstaatlichkeit und Soziale Arbeit in machtressourcentheoretischer Perspektive
Benjamin Benz
Hilfe und Gewalt. Über eine Kritische Theorie der Sozialen Arbeit mit besonderer Rücksicht auf Walter Benjamins Traktat zur „Kritik der Gewalt„
Alex Aßmann
Zur Macht objektiv Kälte verursachender Strukturen in sozialen Berufen
Karin Kersting
Freiheiten im Feld sozialer Sicherheitstechnologien Michel Foucaults Bedeutung für eine kritische Sozialarbeit
Hans-Uwe Rösner
Soziale Arbeit zwischen Macht und Ohnmacht
System- und ambivalenztheoretische Betrachtungen
Heiko Kleve
Teil III
Soziale Arbeit als eine Macht gesellschaftlicher Veränderung
Soziale Arbeit – eine Macht für soziale Gerechtigkeit?
Wilfried Hosemann
Macht und (kritische) Soziale Arbeit
Silvia Staub-Bernasconi
Entwicklungen im machtbestimmten Feld
Die Zukunft der Sozialen Arbeit im Licht der Machttheorie von Pierre Bourdieu
Ulrich Pfeifer-Schaupp
Über Macht und Gewalt im Kontext der Gemeinwesenarbeit: „Keine Macht für niemand?"
Günter Rausch
Machtlos mächtig – Soziale Arbeit in Grenzsituationen des Lebens (am Beispiel Hospiz und Palliative Care)
Albert Mühlum
| < Prev | Next > |
|---|